Die Zahl der Eheschließungen in NRW stieg 2016 an

Die Zahl der Eheschließungen in NRW stieg 2016 geringfügig um 2,4 Prozent auf 87.060 an.
Aktuelle Zahlen für das Jahr 2016 in NRW zu Eheschließungen und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften

(prejus)

Geringer Anstieg der Eheschließungen in NRW 2016

Die Zahl der Eheschließungen in NRW stieg 2016 geringfügig um 2,4 Prozent auf 87.060 an. Im Jahr 2016 wurden in den nordrhein-westfälischen Standesämtern 87.060 Ehen geschlossen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche  Statistikstelle des Landes aktuell mitteilt, waren das 2,4 Prozent mehr als 2015 (damals: 85.045). Im Vergleich zum Jahr 2000 (damals: 97.508) waren das allerdings fast elf Prozent und gegenüber dem Jahr 1990 (damals: 114.422) fast 24 Prozent weniger Eheschließungen.

Etwa 76 Prozent der im Jahr 2016 in Nordrhein-Westfalen standesamtlich getrauten Frauen und gut 75 Prozent der Männer waren vor der Eheschließung ledig; knapp ein Viertel (23
Prozent) war geschieden oder ihre Lebenspartnerschaft war aufgehoben, gut ein Prozent der Frauen sowie knapp zwei Prozent der Männer waren verwitwet oder ihr Lebenspartner war verstorben. Das Alter der Eheschließenden, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal heirateten, lag bei Frauen im Durchschnitt bei 30,8 Jahren und bei Männern bei 33,2 Jahren. Gegenüber dem Jahr 2000 hat sich damit das Heiratsalter bei der ersten
Eheschließung bei Frauen um 2,4 und bei Männern um 2,2 Jahre  erhöht.

Bei gut 83 Prozent der standesamtlichen Trauungen besaßen beide Eheleute die deutsche Staatsangehörigkeit. In 3,3 Prozent der Fälle wurden Ehen geschlossen, bei denen weder der Mann noch die Frau Deutsche waren. Deutsche Männer, die eine ausländische Partnerin heirateten, wählten am häufigsten eine türkische Frau, wie auch deutsche Frauen bei binationalen Eheschließungen am häufigsten einem Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit das Jawort gaben.

1.781 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen

Im Jahr 2016 wurden in den nordrhein-westfälischen Standesämtern 1.781 Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften beurkundet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 7,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2015: 1 663). Seit dem Jahr 2014 (1 715) werden entsprechende Daten im Rahmen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung bei den Standesämtern erhoben.

944 weibliche (+10,2 Prozent gegenüber 2015) und 837 (+3,8 Prozent) männliche Paare gaben sich 2016 in Nordrhein-Westfalen das „Ja-Wort”. Frauen waren bei den im Jahr 2016 in Nordrhein-Westfalen begründeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften im Durchschnitt 40,5 Jahre, Männer 42,8 Jahre alt. Eheschließende waren dagegen zum Zeitpunkt der standesamtlichen Trauung mit 34,6 Jahren (Frauen) bzw. 37,4 Jahren (Männer) über fünf Jahre jünger. Der Altersunterschied der Lebenspartner lag bei 30,6 Prozent der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften zwischen zwei und fünf Jahren.

Bei 84,3 Prozent der im vergangenen Jahr beurkundeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften besaßen beide Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. In 1,7 Prozent der Fälle waren beide Partnerinnen bzw. Partner Ausländer.

Die landesweit höchste Zahl an neu begründeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften wies auch im Jahr 2016 die Stadt Köln mit 325 Fällen auf. Auf den weiteren Plätzen lagen Düsseldorf (107) und Essen (64). Die niedrigsten Werte ermittelten die Statistiker für den Kreis Höxter (4), den Kreis Olpe (6) sowie für die Stadt Hagen (7).

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Quelle: Pressemitteilungen IT.NRW vom 06.02. und 07.02.2018.
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